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Das Endocannabinoid-System

Rezeptoren im menschlichen Organismus

Seit Jahrtausenden wird Cannabis von Menschen gepflanzt und verwendet, doch das wissenschaftliche Verständnis für die Pflanze und ihre Interaktion mit dem menschlichen Körper hat erst in den letzten 50 Jahren begonnen. Seit der Entdeckung von THC im Jahr 1964 durch den israelischen Forscher Raphael Mechoulum begann die Suche nach Rezeptoren im menschlichen Organismus, die eine Interaktion ermöglichten. Erst Ende der 80-er Jahre des letzten Jahrhunderts stieß man dabei auf das Endocannabinoidsystem, welches sich als Regulationssystem bei allen Säugetieren findet.

Dieses System aus Endocannabinoid-Rezeptoren durchzieht wie ein Netz den gesamten Körper. Die beiden wichtigsten Typen sind dabei die CB1 und CB2 Rezeptoren. 

Die Inhaltsstoffe der Cannabispflanze führten also zur Entdeckung des ECS und damit zur Erkenntnis, dass es auch körpereigene Endocannabinoide für die Rezpetoren geben müsste.

CB1-Rezeptoren treten am häufigsten in der Gehirn-Region auf und zeigen eine besondere Dichte im Hippocampus, Hypothalamus und im Rückenmark. Sie sind jedoch offensichtlich nicht an der Regulierung vieler Lebensfunktionen(Atemzentrum) beteiligt.

Somit sind CB1-Rezeptoren an der Appetitregulierung und der Amygdala, die eine Rolle bei der emotionalen Verarbeitung spielt, beteiligt. Ebenso findet man sie in den Nervenenden, wo sie zur Reduktion der Schmerzempfindung beitragen.

CB2-Rezeptoren wiederum treten verstärkt in Zellen des Immunsystems auf. Ihre Aktivierung verbindet man mit antiinflammatorischen und immunmodulatorischen Effekten.

Allen gemeinsam scheint die Aufgabe zuzukommen, den Körper in Balance, im Gleichgewicht zu halten und somit mit dem Prozess der Homöostase verbunden zu sein.

„Endogen“ („aus dem Organismus stammend“ bezeichnet also Prozesse, die im Körper ohne äußere Einflüsse stattfinden. Körpereigene Cannabinoide aktivieren so die CB1 und CB2-Rezeptoren. Es erfolgt jedoch keine Speicherung der Endocannabinoide in den Nervenzellen, wie bei anderen Neurotransmittern. Sie werden erst bei Bedarf produziert. Auf diesem Mechanismus baut der Konsum von Cannabis auf. Dabei aktiviert das THC die Cannabinoid-Rezeptoren und interagiert mit ihnen. 

Neben THC ist ferner CBD ( Cannabidiol) als wichtiges Cannabinoid in der Cannabispflanze vorzufinden. Dieses hat eine niedrige Bindungsaffinität zu CB1-Rezeptoren und scheint die aktivierenden Eigenschaften des THC’s zu unterdrücken. 

Bei gleichzeitiger Einnahme beider Cannabinoide aktiviert THC die CB1-Rezeptoren direkt, während CBD diese THC-Fähigkeit zu hemmen scheint. Negative THC-Wirkungen auf die Psyche, wie Angst und kurzfristige Gedächtnisstörungen werden so durch CBD teilweise kompensiert.

Obwohl schon viele Forschungsergebnisse in letzten Jahren zum besseren Verständnis des Endocannabinoidsystems geführt haben, muss man davon ausgehen, dass wir immer noch erst am Anfang der wissenschaftlichen Analyse und eines tiefgreifenden Verständnisses der komplexen Zusammenhänge stehen. 

2018 Copyright © ADREXpharma® GmbH

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